Glaubenszeugnis von Soja

Soja

Im Jahre 1988 war ein großes Erdbeben in Armenien, dem Land aus dem ich komme. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich in Deutschland und erfuhr aus den Nachrichten von der Katastrophe. Es war ein großes Unglück für das gesamte armenische Volk und natürlich auch für meine Familie und mich. Als ich davon hörte war ich entsetzt und sagte ganz laut und aus vollem Herzen: „ES GIBT KEINEN GOTT, wenn es Ihn geben würde, müsste mein Volk nicht so leiden!“.
Drei Monate nach meiner Aussage hatte ich einen Traum. In diesem befand ich mich draußen auf einer Straße, gemeinsam mit meinem Ehemann und einem weiteren Verwandten. Über uns war der dunkle Himmel, es war mitten in der Nacht. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, brach ein heller Lichtstrahl aus dem dunklen Himmel und schoss nur auf mich zu und traf auf mich. In diesem Moment erwachte ich aus dem Traum.

Nach diesem Traum begann Gott weiter mit mir zu arbeiten, ich hatte viele Träume, die ich anfangs nicht verstand, welche dann im Nachhinein aber eintrafen. Zum Beispiel träumte ich vom Ende der UdSSR, dem Gorbatschow-Putsch oder dem Tod der britischen Prinzessin Diana und vielen weiteren Ereignissen. Einige Zeit später ging ich Einkaufen. Ich hatte ein festes Ziel vor Augen. Aber als ich das Geschäft betrat, entdeckte ich ein Bild von Jesus, welches ich einige Minuten lang anstarren musste. Ich war so gefesselt von diesem Bild, dass ich es unbedingt kaufte und mit nach Hause nahm. Zuhause zündete ich nach armenischem Brauch täglich eine Kerze vor diesem Bild an. Nach einiger Zeit hatte ich ein starkes Bedürfnis, auch eine Bibel zu kaufen und ich tat es. Als ich diese mit nach Hause brachte, begann ich im Alten Testament zu lesen. Aber kurz darauf schlug ich das Buch zu und sagte zu mir: „Ich habe keine Zeit die Bibel zu lesen!“. Darauf vergingen vier Jahre, und im Jahr 1995 wurde ich schwer krank und musste ins Krankenhaus.

Die Ärzte diagnostizierten einen Schaden an meinem linken Hüftgelenk und aufgrund dessen beschlossen sie eine operative Korrektur an diesem Gelenk durchzuführen. Nach dem Eingriff lag ich fast dreieinhalb Monate im Bett und konnte mich kaum bewegen, weder nach links noch nach rechts, ich lag hauptsächlich auf dem Rücken. Da ich nicht viel tun konnte und regelrecht an das Bett gefesselt war, begann ich damit in der Bibel zu lesen und mich mehr und mehr mit deren Inhalten auseinander zu setzen. Nun hatte ich Zeit dafür. Während dieser intensiven Beschäftigung mit der Bibel näherte ich mich allmählich wieder dem Glauben und entdeckte wieder Gott und Seine Existenz für mich.

Nach über einem Jahr entschieden sich die Ärzte für eine zweite Operation, da meine Situation sich nicht verbessert hatte, und ich nun auf einen Rollstuhl angewiesen war. Auch nach dieser Operation wurde es nicht besser, ich war neun Jahre lang auf Krücken angewiesen. Nach der zweiten Operation hatte mir der Arzt gesagt, dass ich für immer die Krücken brauchen würde und er spritzte mir alle sechs Monate Cortison. Ich hatte meine Hoffnung bereits aufgegeben, aber dann begegnete ich zwei Missionaren aus Amerika namens Amber und Brandon Green, welche mir anboten für mich zu beten. Ich nahm ihr Angebot gerne an. Nach diesem Gebet bemerkte ich eine sofortige Verbesserung. Bereits in der ersten Nacht nach ihrem Gebet fühlte ich ein Kribbeln im Bein, als würden mich viele kleine Nadeln stechen, und bald war ich auch geheilt. Ich konnte die Krücken weglegen und ohne sie laufen. Nach einem Monat aber begannen die Schmerzen erneut sehr intensiv und mein Mann sagte zu mir, ich solle die Krücken wieder benutzen. Aber ich tat es nicht, da ich wusste, dass diese Schmerzen eine Versuchung des Teufels waren. Nach 2 Wochen voller Schmerzen, in denen ich die Krücken nicht wieder benutzte, hörten diese Schmerzen komplett auf.

Ich habe bis heute nie wieder die Krücken gebraucht und auch keine Cortison-Spritzen. Nach diesem Wunder habe ich noch mehrmals an meinem eigenen Körper erfahren, wie Gott heilt. Zum Beispiel hatte ich eine verkürzte Zehe an meinem linken Fuß, welche nach einem Gebet langsam zu wachsen begann, auch hatte ich plötzlich extreme Probleme mit meinen Augen und der Arzt verschrieb mir eine spezielle Brille. Aber nachdem ich gebetet hatte, konnte ich wieder klar und ohne Brille sehen, was sogar meinen Arzt erstaunte.

Nach diesen Ereignissen hatte ich wieder einen Traum, in welchem ich auf einem Berg stand und ein Mann zu mir kam, meine Hand nahm und zu mir sprach. Er sagte: „Bete“, und ich begann das Vater Unser zu beten.
Während ich noch betete, wollte ich meine Hand wegziehen, aber er hielt sie fest und sagte: „Bete weiter!“. Als ich erwachte, hatte ich das Gefühl irgendjemand würde wirklich meine Hand drücken. Ein paar Tage darauf träumte ich wieder. Eine mir bekannte islamische Frau kam zu mir und bat mich für sie zu beten; dann erwachte ich. Einige Tage darauf klingelte es an meiner Tür und die besagte islamische Frau trat ein.

Wir unterhielten uns, und noch im Gespräch bat sie mich darum für sie zu beten. Im Jahre 2003 wurde ich von den beiden Missionaren, Amber und Brandon Green, zu einem Gottesdienst in Stralsund eingeladen. Während dieses Gottesdienstes empfing ich meine Taufe durch den Heiligen Geist. Ich hatte das Gefühl, mich würde ein starker Wind aufwühlen. Im Jahr 2005 fuhr ich nach Frankfurt zum Gottesdienst von Kenneth Copeland, und dort empfing ich die Gabe des Zungengebetes.

Des Weiteren empfing ich nach und nach die unterschiedlichsten Gaben, eine prophetische Gabe, da meine Träume so genau eintrafen, wie ich sie träumte, die Gabe zu Predigen, die Gabe zu beten mit Handauflegung, die Gabe deutsche Gedichte, Lieder und Sprüche zu schreiben, obwohl ich nicht gut deutsch sprechen kann, und viele weitere Gaben. Nach all diesen Ereignissen ist mir bewusst geworden, dass meine anfängliche Aussage, dass es keinen Gott gibt, falsch war. Nun ist mir klar, dass diese Katastrophe nicht Gottes Werk war, sondern dass uns Gott liebt und er uns deshalb seinen Sohn zur Errettung geschickt hat.

Amen!